Am 17. Februar 2026 besuchte Irmela Mensah-Schramm unsere Schule, um mit Schüler*innen der Jahrgänge 7/8 in kreativen Workshops zu Hassbotschaften zu arbeiten.
Seit über 40 Jahren setzt sich Irmela Mensah-Schramm aktiv gegen Hass und Hetze im öffentlichen Raum ein. Was einst mit dem Entfernen einzelner rassistischer und extremistischer Aufkleber begann, ist heute ein beeindruckendes Lebenswerk: Seit sie 2007 mit dem Zählen der entfernten Aufkleber begann, sind es in der Zwischenzeit 98.600 Sticker geworden, die sie mit viel Mühe fotografiert, um sie anschließend zu entfernen. Im Verlauf der letzten Jahrzehnte sind so 160 Ordner zusammengekommen, die ihr Wirken dokumentieren.
Zu Beginn gab Mensah-Schramm den Schülerinnen und Schülern eine Einführung in ihr Engagement. Sie berichtete von ihren Beweggründen, zeigte Beispiele aus ihrer Dokumentation und erklärte, warum es wichtig ist, Hassbotschaften im Alltag nicht unwidersprochen stehen zu lassen. Anhand konkreter Fallbeispiele wurde deutlich, dass ihr Einsatz nicht immer konfliktfrei verläuft – sie sich jedoch nicht davon abbringen und auch nicht provozieren lässt, denn: Hass mit Hass zu begegnen ist niemals der richtige Weg.
Anhand einer Deutschlandkarte mit markierten „Tatorten“ verdeutlichte sie, in welchen Städten und Gemeinden sie bereits aktiv war und erklärte an ausgewählten Beispielen, auf welche Weise Hassbotschaften auftreten. Immer wieder unterstrich sie die Bedeutung zivilgesellschaftlichen Engagements, wenn solche Schmierereien stehenblieben.
Im praktischen Teil des Workshops setzten sich die Schülerinnen und Schüler selbst aktiv mit dem Thema auseinander: Sie „verschönerten“ Hassaufkleber und -botschaften kreativ und entwickelten eigene positive Botschaften, die uns alle nicht nur beeindrucken, sondern auch ermutigen. Der Workshop zeigte beeindruckend, dass zivilgesellschaftliches Engagement im Kleinen beginnt – und dass jede und jeder etwas gegen Ausgrenzung und Menschenfeindlichkeit tun kann. Das bestätigten auch unsere Schüler*innen, die sich bei der Berlinerin nicht nur für die Workshops, sondern auch für ihr Engagement bedankten.
Begleitend zu den Workshops an der IGS Schaumburg und dem Ratsgymnasium werden die Ergebnisse früherer Workshops, aber auch einiger Ergebnisse unserer Arbeit in einer Ausstellung an der Volkshochschule gezeigt, die ab Mittwochabend, den 18. Februar 2026, geöffnet ist und drei Wochen während der Öffnungszeiten besucht werden kann.



