Umweltschule in Europa – Nachhaltigkeitsschule

Act now, Stephan Weil!

Projekt – AG “Call for Action” bei der Ideenexpo

Im vergangenen Herbst haben sie den Call for Action formuliert und ihre Forderungen an die Bundestagsabgeordnete Marja Lisa Völlers überreicht. Anfang des Jahres kam dann die Anfrage der Niedersächsischen Staatskanzlei, ob die Arbeitsgruppe bestehend aus Schüler*innen der IGS Schaumburg und Schüler*innen der niederländischen Schulen De Nieuwe Veste (Coevorden, Provinz Drenthe), Twents Carmelcollege (Oldenzaal, Provinz Overijssel) und Stellingwerf College (Oosterwolde, Provinz Friesland), ihren Call for Action auf der Ideenexpo dem Ministerpräsidenten Stephan Weil und den vier Kommissar*innen des Königs der niederländischen Partnerprovinzen Drenthe, Friesland, Groningen und OverIjssel vorstellen und mit diesen diskutieren könnten.

Nach kurzer Verständigung mit den Vertreter*innen der niederländischen Schulen und deren Organisatorin Heleentje Swart von der Bewegung SPARK the Movement stand fest, dass sich alle Beteiligten dieser Herausforderung gerne stellen würden. So kam es, dass Anfang Juli erneut 9 Jugendliche der oben genannten Schulen und 10 Jugendliche der IGS Schaumburg mit ihren Lehrer*innen erneut zusammen kamen und sich auf diese Aktion auf der Ideenexpo vorbereiteten.

 

Inhaltlich ging es vorrangig um die Frage „Was brauchen die Firmen von der Politik, um wirklich nachhaltig und klimaneutral produzieren zu können?“ Gemeinsam moderiert von IGS-Lehrer Jan Klokkers und dem SPARK-Sprecher Max…. stellten die Jugendlichen in einem dafür vorbereiteten Saal des Convention Centers ihre Forderungen bezogen an die Politiker: 

  • Übernehmt Verantwortung! 

  • Erlasst strenge, klare und allgemeingültige Gesetze und Vorschriften! 

  • Beendet Greenwashing! 

  • Unterstützt nachhaltige Innovation und Technologien! 

  • Bezieht die Jugend mit ein! 

  • Handelt jetzt! 

In einer vierzigminütigen Diskussion beeindruckten die Schüler*innen mit ihren hartnäckig formulierten Beiträgen, die zeigten, dass auch der derzeitige Krieg in der Ukraine, der die Wirtschaft, eine nachhaltige Produktion und das gesamte Leben in Europa stark beeinträchtigt, insbesondere den Jugendlichen große Sorgen macht. Konferenzsprache war, wie selbstverständlich, für alle Englisch.

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Am Ende der Veranstaltung wurde die Absichtserklärung zur Errichtung eines Crossborder Hydrogen Valleys in Niedersachsen und den nordöstlichen Niederlanden durch Ministerpräsident Weil und die Kommissare unterzeichnet.

 

Call for Action an der IGS Schaumburg

Die IGS Schaumburg war im Rahmen der Feierlichkeiten zum 75-jährigen Bestehen des Landes Niedersachsen für ein internationales Projekt mit 70 Jugendlichen aus allen Partnerregionen des Landes Niedersachsen ausgewählt worden. Leider musste dieses große Projekt am Ende der Sommerferien (Schuljahr 2021-2022) wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden.

Seinerzeit waren schon gute Kontakte mit den Schulen der Niederlande geknüpft worden und es gab schon eine Menge Ideen für das Projekt. Aus diesem Grunde entschlossen sich die IGS Schaumburg und die Niederländer*innen, das Projekt trotzdem in einem kleineren Rahmen durchzuführen.

In dieser Projektwoche, welche von der niedersächsischen Staatskanzlei finanziell unterstützt wurde, ging es darum, Ökologie und Ökonomie gemeinsam zu betrachten und zu überdenken. Der Fokus der inhaltlichen Arbeit lag auf der Auseinandersetzung mit den „Sustainable Development Goals“ (SDG) der UN. Dabei sollten Thesen zur Vereinbarkeit innovativer und gleichzeitig klimafreundlicher industrieller Entwicklung und Produktion in den jeweiligen Herkunftsregionen erarbeitet werden. 18 Schüler*innen der IGS Schaumburg und 12 niederländische Schüler*innen (Altersstufe 14 – 18) von 4 Schulen aus Coevorden, Oldenzaal, Oosterwolde und Appingedam einigten sich zunächst auf die Konferenzsprache Englisch.

Zu Beginn der Projekttage erhielten sie einen Impulsvortrag zum Thema „Forstwirtschaft und Nachhaltigkeit“ von Kreisforstamtsleiter Lothar Seidel.

Weiter ging es auf die Halde des Georgsschachts mit Jörg Janning von der Bürgerenergiewende Schaumburg e.V.. Er erläuterte den Schüler*innen die Bedeutung der Wasserstoffregion Schaumburg und das zeigte immer wieder die Möglichkeiten des Weges „Von der Kohle zur Sonne“ auf. Sehr deutlich erklärte er den Plan, ein großes Photovoltaikfeld auf der Halde zu installieren und so Teile der Stadt Stadthagen mit elektrischer Energie zu versorgen.

Am zweiten Projekttag erhielten die Schüler*innen sehr unterschiedliche Impulse in Workshops der Firmen Continental, Ardagh Group, AHO BIO und des Neulandhofs Runge.

Anschließend wurde heiß diskutiert. Immer wieder ging es um die Frage „Was brauchen die Firmen von der Politik, um wirklich nachhaltig und klimaneutral produzieren zu können?“

Ergebnis dieser Projekttage war ein „Call for Action“ in Form von großen Plakaten, die am Mittwoch im Forum der IGS Schaumburg von den Schüler*innen auf beeindruckende Weise präsentiert und im Anschluss an die Bundestagsabgeordnete Marja-Lisa Völlers überreicht wurde. Dieser „Call for Action“ ist ein detailliert zusammengestelltes Papier mit Forderungen, welche sich auf folgende Thesen zusammenfassen lassen:

  1. Übernehmt Verantwortung!
  2. Erlasst strenge, klare und allgemeingültige Gesetze und Vorschriften!
  3. Beendet Greenwashing!
  4. Unterstützt nachhaltige Innovation und Technologien!
  5. Bezieht die Jugend mit ein!
  6. Handelt jetzt!

Umweltschule –

Internationale Nachhaltigkeitsschule in Europa

Am 18. September wurde die IGS Schaumburg in Twistringen zur Internationalen Nachhaltigkeitsschule in Europa ausgezeichnet. Während des Projektzeitraumes wurde mit den Schüler*innen in zwei Handlungsfeldern gearbeitet: Zum einen wurde eine ca. 300m² große Streuobstwiese im hinteren Teil des Schulgartens angelegt. Dabei wurden mehrere Obstbäume gepflanzt und im Anschluss der Boden so aufgearbeitet, dass eine Wildblumenwiese eingesät werden konnte.

Weiterhin haben sich die Schüler*innen im Rahmen von Klassenprojekten immer wieder für Themen des Klima- und Umweltschutzes engagiert. Am 17. Juni haben Schülerinnen und Schüler der IGS Schaumburg ein besonderes Zeichen für Umwelt- und Klimaschutz gesetzt. Alle Mitglieder der Schulgemeinschaft hatten an diesem Tag Zeit und Raum, um sich für entsprechende Themen stark zu machen und diese zu bearbeiten.

Davon wurde in 16 sehr unterschiedlichen Projekten Gebrauch gemacht.  Als Einstieg und Impuls zur Thematik konnten alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5 bis 10 an den faszinierenden Vorträgen „Abenteuer – extrem, Mission: Erde“ des Meeresbiologen und Medienpreisträgers Marc Robert Lehmann teilnehmen. Gebannt und mit voller Konzentration verfolgten die Schülerinnen und Schüler 90 Minuten lang die sehr beeindruckenden und bedrückenden Bilder, Kurzfilme, Informationen und Impulse des versierten Referenten. Der Ressourcenverbrauch des Menschen gefährdet die biologische Vielfalt. So wurde in jedem Fall der kritische Blick auf den Artenschutz geschärft. Nashornarten, Delfine, Wale, Orang-Utans, Schuppentiere, Elefanten u.a. konnten in ihren Lebensräumen beobachtet und besondere Gefährdungen erläutert werden. Ökologische Zusammenhänge wurden anhand von Beispielen sehr deutlich gemacht, durch Menschen produzierte Gefahren erklärt und angeprangert.

Im Anschluss an die Multivision begann die eigentliche Projektarbeit. Eine Projektgruppe machte sich mit ihrem kompetenten Referenten Lothar Seidel, dem Leiter des Kreisforstamtes Schaumburg auf den Weg, um den Spuren des Kohlenstoffdioxids im Wald zu folgen. Im Verlauf ihrer CO2 -neutralen Exkursion wurde an konkreten Beispielen die besondere Bedeutung einer nachhaltigen Forstwirtschaft erläutert.

Parallel dazu konnte in vielen anderen interessanten Projekten gearbeitet werden: Stoffbeutel wurden als Tauschobjekt gegen Plastiktüten gedruckt, alte Jeans wurden „upgecycelt“ und zu Taschen umgearbeitet, Alternativen zu Palmöl in unseren Lebensmitteln wurden gesucht, ebenso glückliche Tiere, das Insektensterben wurde bearbeitet und Insektenhotels gebaut, Filme und Erklärvideos zum Umweltschutz erstellt, Brettspiele zum Thema Klimaschutz wurden erdacht und erstellt, das Thema Plastik im Meer reflektiert und unter anderem wurde auch an diesem Tag wieder Müll in unserer Stadt gesammelt.

Roswitha Blume & Thomas Lohre

 

 

 

Aktionstag Umwelt- & Klimaschutz an der IGS Schaumburg

Am 17. Juni haben Schülerinnen und Schüler der IGS Schaumburg wieder einmal ein Zeichen für Umwelt- und Klimaschutz gesetzt. Alle Mitglieder der Schulgemeinschaft hatten an diesem Tag Zeit und Raum, um sich für entsprechende Themen stark zu machen und diese zu bearbeiten.

Davon wurde in 16 sehr unterschiedlichen Projekten Gebrauch gemacht. Als Einstieg und Impuls zur Thematik konnten alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5 bis 10 an den faszinierenden Vorträgen „Abenteuer – extrem, Mission: Erde“ des Meeresbiologen und Medienpreisträgers Marc Robert Lehmann teilnehmen. Gebannt und mit voller Konzentration verfolgten die Schülerinnen und Schüler 90 Minuten lang die sehr beeindruckenden und bedrückenden Bilder, Kurzfilme, Informationen und Impulse des versierten Referenten. Der Ressourcenverbrauch des Menschen gefährdet die biologische Vielfalt. So wurde in jedem Fall der kritische Blick auf den Artenschutz geschärft. Nashornarten, Delfine, Wale, Orang-Utans, Schuppentiere, Elefanten u.a. konnten in ihren Lebensräumen beobachtet und besondere Gefährdungen erläutert werden. Ökologische Zusammenhänge wurden anhand von Beispielen sehr deutlich gemacht, durch Menschen produzierte Gefahren erklärt und angeprangert. Die Frage eines jungen Zuschauers „Was können wir dagegen tun?“ machte wieder einmal deutlich, dass die Kinder und Jugendlichen sich durchaus konstruktiv und lösungsorientiert mit dieser Thematik beschäftigen.

Im Anschluss an die Multivision begann die eigentliche Projektarbeit. Eine Projektgruppe machte sich mit ihrem kompetenten Referenten Lothar Seidel, dem Leiter des Kreisforstamtes Schaumburg auf den Weg, um den Spuren des Kohlenstoffdioxids im Wald zu folgen. Im Verlauf ihrer CO2 -neutralen Exkursion wurde an konkreten Beispielen die besondere Bedeutung einer nachhaltigen Forstwirtschaft erläutert.

von links:Manuel Stahlhut (Projektleiter), Lothar Seidel (Leiter des Kreisforstamtes Schaumburg), Projektgruppe Auf den Spuren des Kohlenstoffdioxids

Parallel dazu konnte in vielen anderen interessanten Projekten gearbeitet werden: Stoffbeutel wurden als Tauschobjekt gegen Plastiktüten gedruckt, alte Jeans wurden „upgecycelt“ und zu Taschen umgearbeitet, Alternativen zu Palmöl in unseren Lebensmitteln wurden gesucht, ebenso glückliche Tiere, das Insektensterben wurde bearbeitet und Insektenhotels gebaut, Filme und Erklärvideos zum Umweltschutz erstellt, Brettspiele zum Thema Klimaschutz wurden erdacht und erstellt, das Thema Plastik im Meer reflektiert und unter anderem wurde auch an diesem Tag wieder Müll in unserer Stadt gesammelt.

Die Dokumentation der Ergebnisse und der Projekte findet am 28.6.2019 im Forum der IGS Schaumburg statt.

IGS Schaumburg legt Streuobstwiese an

Die Artenvielfalt leidet unter dem Klimawandel, Pestizideinsatz und Flächenversiegelungen. Insekten und Kleintiere finden immer weniger Lebensraum und Nahrung, um sich selbst und ihre Nachkommen zu ernähren. Einige Arten sterben eventuell für immer aus oder werden aus ihren ursprünglichen Lebensräumen  verdrängt. Um die biologische Vielfalt zu fördern, haben Schülerinnen und Schüler der IGS Schaumburg in der vergangenen Woche in ihrem Schulgarten eine kleine Streuobstwiese angelegt.

Dies ist eines von vielen Projekten, welche bei der „Klimakonferenz“ der IGS Schaumburg angestoßen wurde. Nicht zuletzt trägt jeder Baum auch zur Klimaverbesserung durch Kohlenstoffdioxidaufnahme und Sauerstoffproduktion bei.

Die unterschiedlichen Obstbäume konnten freundlicherweise im Rahmen des Obstbaumprogrammes des Landkreises Schaumburg an die Schule geliefert werden. Das Gelände im Schulgarten wurde zuvor von unterschiedlichen Schülergruppen aus dem Wahlpflichtbereich mit Unterstützung der Kreisgärtnerei vorbereitet. Bei der anschließenden Pflanzung unterstützte Herr Dieter Kellermeier die Schülerinnen und Schüler mit seinem herausragenden Fachwissen. Im Frühjahr soll dann eine insektenfreundliche Untersaat erfolgen, sodass möglichst viele Insekten und Kleintiere eine Nahrungsgrundlage und einen Lebensraum finden.

16.11.2018

Wir haben’s geschafft!

Wir haben eine Fahrradabstellanlage gewonnen!!!!

Mit 12 Klassen sind wir 40.500 Kilometer Rad gefahren und haben dabei

5.670 kg CO2 eingespart.

Übrigens:       Der Erdumfang beträgt 40.007,863 km)

Super!!!

IGS Schaumburg wird erneut Umweltschule in Europa

Am 20. September 2017 wurde die IGS Schaumburg erneut als Umweltschule in Europa ausgezeichnet. Anlass der Auszeichnung waren neben anderen Umweltschutzprojekten der Schule im Besonderen das Projekt der „Bürgerpatenschaft für den Krummen Bach“ und das Projekt erste „Klimakonferenz der IGS Schaumburg“.
Im Rahmen der Bürgerpatenschaft übernahmen Schülerinnen und Schüler der Schule eine zweijährige Bachpatenschaft. Über einen Zeitraum von zwei Jahren sammelten und entsorgten die Schülerinnen und Schüler fast wöchentlich Müll, der immer wieder am Krummen Bach zwischen dem Rewe-Markt und dem Tropicana hinterlassen wurde. Hierfür wurde die Schülergruppe bereits vom Bürgermeister der Stadt, Herrn Theis ausgezeichnet (die SN berichteten).
Besonders geprägt war das letzte Schuljahr von der Planung und Durchführung des zweiten großen Projektes, der ersten Klimakonferenz an der IGS Schaumburg. Mit der Multivision REdUSE und der Ausstellung REACT wurden zunächst alle Schülerinnen und Schüler der IGS auf die besondere Thematik der Klimakonferenz sensibilisiert. Am 20. Juni 2017 fand schließlich die erste Klimakonferenz mit ca. 90 Delegierten aus allen Klassen und Tutorien der IGS Schaumburg statt. Während der Konferenz wurden weitere Aspekte durch drei Impulsvorträge außerschulischer Umwelt-Experten beleuchtet (die SN berichteten). In den anschließenden Workshops wurde ein großer Ideenpool für lokale Klimaschutzmaßnahmen erarbeitet. Aus diesem werden die Klassen und Tutorien nach den Herbstferien jeweils Maßnahmen auswählen, an der sie in diesem Schuljahr schwerpunktmäßig arbeiten. Die Schülerinnen und Schüler der IGS Schaumburg werden sich also auch in Zukunft als Umweltschule stark machen und den Lern- und Erfahrungsbereich Globale Entwicklung in den Fokus nehmen.

Personen auf dem Foto von links nach rechts: Monika Ahlrichs, Roswitha Blume (Didaktische Leiterin der IGS Schaumburg), Dr. Arne Röhrs (Koordinator Umweltschulen), Marie Sloma (Schülerin der IGS Schaumburg), Jörg Ledderbogen (Berater am Schulbiologiezentrum Hannover), Thomas Lohre (IGS Schaumburg)

Erste Klimakonferenz an der IGS

Sechs Schülergruppen sammeln Ideen für den Umweltschutz / Der Schulalltag soll umweltschonend gestalten werden

24.06.2017 | Schaumburger Wochenblatt

STADTHAGEN (gr). “Klimaschutz geht jeden etwas an.” So lautet die Meinung der beiden Abiturientinnen Pia Wellmann und Marie Sloma von der IGS Schaumburg. Deshalb haben sie in ihrem Sozialen Projekt die erste Klimakonferenz an der IGS Schaumburg vorbereitet. Diese wurde am vergangenen Dienstag mit je zwei Delegierten aus jeder Klasse der Schule abgehalten. Im Rahmen von Workshops sollten die Schüler nachhaltige Ideen zum Thema Klima- und Ressourcenschutz entwickeln. Ziel ist es, dass sich jede Klasse im nächsten Schuljahr für eines dieser Projekte entscheidet und es näher verfolgt. Rund 60 Schüler arbeiteten in den Workshops an ihren Vorschlägen für die Verbesserung der eigenen Energiebilanz und der der Schule. 17 Schüler aus allen Klassenstufen meldeten sich für die Mitarbeit im Klimaschutzteam des neuen Schuljahres an.Am Morgen konnten die Schüler aber zunächst drei Experten empfangen, die ihnen mit Impuls-Vorträgen vielleicht schon erste Denkanstöße lieferten. Lothar Seidel, Amtsleiter des Kreisforstamtes, präsentierte als erstes die beste Solarzelle der Welt. Damit meint er die Bäume in den Wäldern, die mit der Photosynthese gewaltige Massen an Energie umsetzen. Er plädiert dafür, dass die Wälder als Basis schützenswert sind, zugleich die Bäume aber auch als Werkstofflieferant gelten. “Nichts hat so lange Bestand wie etwas aus Holz”, sagt der Förster und holt einen Gurkenschneider von seiner Großmutter aus den Vierzigerjahren hervor. Burkhard Wolters vom Landkreis Schaumburg meint, dass jeder Mensch jeden Tag die Welt beeinflusst, und sei es ein noch so kleiner Beitrag. Wer im Schulalltag nachhaltig handeln will, hat vielfältige Möglichkeiten und verweist damit auf das Projekt “Klimaschutz macht Schule”. Da kommt es auf das richtige Lüften oder die sparsame Stromnutzung an. Bei elektronischen Geräten beispielsweise sollten Standby-Modi vermieden werden. Marlies Wiepking von der Abfallwirtschaft Schaumburg weist darauf hin, dass man auch am eigenen Konsumverhalten arbeiten müsse, indem man kein Einweggeschirr mehr nutzt und anstelle von Plastiktüten lieber langlebige Tragetaschen und Jutebeutel verwendet. Foto: gr

Zur Entwicklung unseres Projektes „Klimakonferenz“

Während eines Unterrichtsentwicklungstages im Jahre 2016 zum Thema „Demokratische Schule“ ergab sich eine Arbeitsgruppe zum Thema: „Verstärkung der Schülerbeteiligung in Bezug auf Umwelt- und Klimaschutz“.
Es entstand die Idee, jährlich eine Klimakonferenz mit Vertretern aller Schülerinnen und Schüler unserer Schule durchzuführen, um

  • die Schülerbeteiligung in Bezug auf Umwelt/Klimaschutz zu erhöhen
  • Schülerinnen und Schüler an kollektiven Entscheidungsprozessen stärker teilhaben zu lassen
  • das freiwillige Engagement der Schüler zu erhöhen
  • das Umweltbewusstsein der Schüler zu verbessern
  • Klimaschutzaktionen zu implementieren, die nachhaltig durchgeführt werden.

Die weitere Planung der Klimakonferenz übernahm eine Planungsgruppe mit Kolleginnen und Kollegen und zwei Schülerinnen des 13. Jahrganges.
Jede Klasse wählte daraufhin zwei Vertreter für die Klimakonferenz 2017.
Vorbereitend findet am 22.05.17 für alle Klassen der Jahrgänge 5 bis 11 unserer Schule an einem Tag vier Mal eine Multivision („REdUSE“) zum Thema Ressourcenverbrauch und Nachhaltigkeit im Forum unserer Schule statt.
Die erste Klimakonferenz unserer Schule wird am 20. Juni 2017 in unserem Hauptgebäude (Schachstraße, Stadthagen) stattfinden, Beginn ca. 8.00 Uhr. Für die Veranstaltung werden wir die lokale Presse einladen.
Etwa 70 Schülerinnen und Schüler werden daran teilnehmen.
Geplant sind nach einer kurzen Begrüßung drei Impulsvorträge durch einen lokalen Umweltexperten, einen Energieberater und einer Vertreterin der AWS. Jeder Vortrag soll maximal 15 Minuten dauern.
Im Anschluss werden in Kleingruppen angeleitet durch Kolleginnen und Kollegen Ideen und Vorschläge zum Ressourcenschutz für das Plenum erarbeitet.
Die Vorschläge werden später im Plenum vorgestellt, bewertet und eventuell diskutiert. Am Ende soll ein Maßnahmenkatalog zum Schutz von Ressourcen an unserer Schule verabschiedet werden.
Jede Klasse ist dann im nächsten Schuljahr aufgefordert, mindestens eine der in der Klimakonferenz beschlossenen Maßnahmen gezielt zu verfolgen.
Die Klimakonferenz der IGS Schaumburg soll zukünftig institutionalisiert werden und jeweils am Ende jeden Schuljahres stattfinden.
Bei der Klimakonferenz in 2018 wird dann zunächst zu diskutieren sein, wie gut die Maßnahmen umgesetzt werden konnten und wie die Klimakonferenz effektiver arbeiten kann.

Die IGS Schaumburg sagt „Nein Danke zur Plastiktüte“

Ein Projekt im Rahmen der Bewerbung zur Umweltschule ist das Projekt „Plastiktüte? Nein Danke“

Vorbild sind einige Plastiktütenfreie Städte in Deutschland und einige Länder weltweit.

Die Begründungen für unser Projekt sind zahlreich:

  • Das Thema ist hochaktuell. Auch die EU-Kommission will den Verbrauch von Plastiktüten deutlich reduzieren. Dafür hat die EU sogar ein Verbot erwogen.
  • Laut Umweltbundesamt werden in Deutschland pro Kopf und Jahr 65 Plastiktüten verbraucht. Bundesweit führt das zu einer Nutzung von 5,3 Milliarden Plastiktüten im Jahr oder 10.000 Tüten pro Minute.[1]
  • Oft werden Plastiktüten achtlos weggeworfen oder landen als Müllsack im Hausmüll und werden verbrannt. In Europa wird nicht einmal jede zehnte Plastiktüte recycelt, wodurch die Rohstoffe bei neun von zehn Plastiktüten verloren gehen.
  • Besonders schädlich ist das achtlose Wegwerfen von Plastiktüten in die Umwelt. Es beeinträchtigt als Mikroplastik nicht nur Ökosysteme und Lebewesen, sondern verursacht auch einen massiven Verlust an Ressourcen.
  • Leichtverpackungen (Kunststoffe) werden in der Regel aus endlichen Ressourcen (Erdöl) hergestellt.
  • Eine Sensibilisierung für das Thema Müllvermeidung, sowie Angebote von Verhaltensalternativen im Umgang wirken sich daher nachhaltig aus.

Die Schülerinnen und Schüler des 5. Jahrgangs beteiligten sich zu Beginn des Schuljahres 2013/14 an einer Müll-Sammelaktion im weiteren Umfeld der Schule.

Schülerinnen der Oberstufe planten im Herbst 2015 selbstständig im Rahmen des sogenannten Sozialen Projektes eine groß angelegte Info- und Mitmachaktion.

Es wurden insgesamt vier Veranstaltungen für alle Schülerinnen und Schüler des 5. und 6. Jahrgangs unserer Schule durchgeführt.

Mit multimedialen Präsentationen informierten die Schülerinnen hierbei über die Ressourcenproblematik und die Umweltbelastungen, die vom Gebrauch von Plastiktüten ausgehen.

 

 

Den Schülerinnen und Schülern wurden außerdem Handlungsalternativen aufgezeigt und ermöglicht. In einer Mitmachaktion gestalteten alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5 und 6 einen Stoffbeutel mit eigenen Motiven. Die Stoffbeutel aus transfairem Handel wurden den Schülerinnen und Schüler frei zur Verfügung gestellt. Auf der Rückseite befindet sich ein speziell hierfür gestaltetes Logo gegen den Gebrauch von Plastiktüten.

Unterstützt wurde diese Aktion vom Förderkreis der Schule und der Weserbergland AG.

Im Anschluss an die Veranstaltung gestaltete eine Schülergruppe des 6.Jahrganges eine Infowand, die im Forum der Schule aufgestellt wurde.

Die bedruckten Stoffbeutel mit Logo wurden ebenfalls allen Lehrerinnen und Lehrern unserer Schule zur Verfügung gestellt.

Die Stoffbeutel werden außerdem zukünftig bei der Einschulung an alle neuen Schülerinnen und Schüler unserer Schule ausgegeben.

[1] Quelle: Deutsche Umwelthilfe http://www.duh.de/3711.html

Der Schulgarten

Eine Erweiterung des Schulgeländes im Südteil der Schule eröffnete 2013 die Möglichkeit, einen neuen und größeren Schulgarten anzulegen. Insgesamt beträgt die nun nutzbare Fläche ca. 500 m². Im neuen Schulgarten wird unter anderem Gemüse für das gesunde Pausenfrühstück angebaut.

Zunächst musste mit schwerem Gerät das Gelände aufbereitet werden.

Des Weiteren musste eine Wasserleitung vom Schulgebäude bis zum geplanten Standort des Gewächshauses verlegt werden.

 

Das alte Gewächshaus wurde renoviert und neu bedacht.

Hecken wurden gepflanzt, Wege und Beete mit Baumstämmen und Rindenmulch angelegt.

Ein Teil des Schulgartens wurde als Wildwiese ausgewiesen und mit einer mehrjährigen Wildblumenmischung ausgesät.

Ende 2014 errichtete eine Schülergruppe eine gemauerte Kompostmiete mit drei Fächern.

Im Schulgarten und im Gewächshaus wurden 2014 von einigen Schülergruppen unterschiedliche Tomatensorten, Gemüse, alte Kartoffelsorten, Getreide, unterschiedliche Blumen und Kräuter auf ökologischer Grundlage angebaut. Tomaten, Radieschen und Salate werden je nach Bedarf für das gesunde Pausenfrühstück der Schule bereitgestellt.

Gesundheitskonzept der IGS Schaumburg

Seit dem Schuljahr 2007/2008 beteiligt sich die IGS Schaumburg an dem Projekt „Gesund leben lernen“ mit 34 anderen Schulen in Niedersachen. Dieses Projekt zielt darauf, die „Organisation Schule“  zu einem gesunden Lebensraum für alle in ihr Arbeitenden und Lernenden zu entwickeln. Im Gegensatz zu klassischen Projekten der schulischen Gesundheitsförderung geht es nicht nur um die Verbesserung der Gesundheit von Schülerinnen und Schülern, sonder auch um die der Lehrkräfte und nichtunterrichtenden Personals. Der Setting – Ansatz nutzt die Instrumente des betrieblichen Gesundheitsmanagements, setzt auf Verhaltens- und Verhältnisänderung. Gesundheitsmanagement versteht sich als Einstieg in Veränderungsprozesse unserer Organisation Schule – es sollen in einem gesundheitsfördernden Lebensraum Ressourcen gefördert und Überlastungen abgebaut werden. Gesundheitsmanagement orientiert sich an den Instrumenten der Projektorganisation und geht zielgerichtet, systematisch und nachhaltig vor. Wesentliche Prinzipien sind

  • Ganzheitlichkeit
  • Partizipation
  • Integration
  • Projektmanagement

Erster Schwerpunkt unseres Projektes ist die Umsetzung eines gesunden Pausenfrühstücks. Die Projektgruppe „Schulkiosk“ organisiert unter großer Elternbeteiligung regelmäßig in der Pausen ein Angebot. Weiterer Schwerpunkt ist die Entwicklung von Maßnahmen zur Mitarbeiter-und Lehrergesundheit.