Kurzportrait

Die IGS Schaumburg ist eine vierzügige Integrierte Gesamtschule in Stadthagen. Sie führt die
Jahrgänge 5 – 10 in der Sekundarstufe I und eine gymnasiale Oberstufe (Jg. 11 -13) und hat über 1100 Schüler*innen und über 100 Lehrer*innen und Mitarbeiter*innen.

Die Schule wurde nach einjähriger Planung im August 1991 eröffnet. Es handelt sich um eine „Gesamtschule der zweiten Generation“ – eine überschaubare Schule, dezentral nach Jahrgängen und mit Lehrerteams organisiert, mit Betonung des sozialen Lernens und anknüpfend an reformpädagogische Konzepte. Die IGS Schaumburg war von Anfang an eine Ganztagsschule mit rhythmisiertem Tagesablauf und eine Schule, die Integrationsklassen mit Schüler*innen mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung aus der Grundschule fortsetzte. Wurde die IGS anfangs noch skeptisch belächelt, setzte sie sich doch schnell durch. Das in der Praxis funktionierende pädagogische Konzept und das Engagement des Kollegiums überzeugten vor allem die Eltern von der Qualität der Schule. Als wesentliche Vorteile schätzten die Eltern, dass den Kindern genügend Zeit für die individuellen Entwicklungen ihrer Talente und Fähigkeiten gelassen wird und dass das pädagogische Konzept die Leistungsbereitschaft der Schülerinnen und Schüler deutlich stärkt.

In jedem Jahr stiegen die Anmeldungen für den 5. Jahrgang. 15 Jahre nach Gründung der Schule lag die Zahl der jährlichen Anmeldungen bei jährlich über 500 für die maximal 120 Plätze der vier Klassen. Allein das Los entschied und entscheidet über Aufnahme und Ablehnung in die Schule. Erst im Jahr 2009 änderte sich die Situation. Durch die Gründung von gleich drei neuen Gesamtschulen (alle IGS) im Landkreis Schaumburg und die Festlegung von Einzugsbereichen gingen die Anmeldezahlen zurück. Einzugsbereich der IGS Schaumburg ist seit 2009 nicht mehr der gesamte Landkreis, sondern nur noch die Stadt Stadthagen und die Bereiche Sachsenhagen und Hagenburg. Dennoch mussten auch in den Folgejahren ca. ein Drittel aller Bewerber nach dem Losverfahren abgewiesen werden.

Seit 2006 verfügt die IGS auch über eine gymnasiale Oberstufe, die als Außenstelle in der Innenstadt untergebracht ist. Dadurch kann die Schule einen durchgehenden Bildungsgang von Jahrgang 5 – 13 anbieten und die Schüler*innen, die das Abitur anstreben (etwa die Hälfte unserer Schüler*innenschaft) müssen nicht mehr nach Klasse 10 auf ein Gymnasium wechseln. 2009 legten erstmals Schüler*innen ihr Abitur an der IGS Schaumburg ab. Da sich die IGS-Schüler*innen demselben Zentralabitur wie alle anderen Oberstufenschüler*innen in Niedersachsen stellen müssen, sind die Anforderungen identisch aber auch hier ist der Weg zum Abitur stärker individualisiert z.B. durch die Eigenzeit in Jahrgang 11.

In den 30 Jahren des Bestehens der IGS ist das pädagogische Konzept ständig weiterentwickelt worden. Das wird auch künftig geschehen, weil sich die gesellschaftlichen Anforderungen an Schule und Erziehung weiter verändern werden. So ist eine fortlaufende Aufgabe, auch durch die Entwicklung neuer Unterrichtsformen die Kooperativen Lernformen einerseits und die Individualisierung des Lernens andererseits zu optimieren. Dennoch wird es die Hauptaufgabe unserer Schule bleiben, demokratische, soziale und tolerante Persönlichkeiten zu bilden, die in einer globalisierten und komplex gewordenen Gesellschaft mit ihren Fähigkeiten und Kenntnissen mehr denn je gefragt sind.