Oberstufe

Konzept der Oberstufe 

Der Unterricht in der Oberstufe in Jahrgang 12 und 13 findet für die Qualifikationsphase in unserer Außenstelle in der Innenstadt von Stadthagen statt. In der Einführungsphase (Jahrgang 11) findet er im Nebengebäude in der Schachtstraße statt. Räumlich getrennt, aber inhaltlich und pädagogisch eng verzahnt führen wir die Leitgedanken der Sekundarstufe I weiter. Wir verstehen uns als eine Schule für alle.

Besonderen Wert legen wir auf mehr Eigenverantwortung der Schüler*innen. Unser Ziel ist es, die Schüler*innen nach dem Abitur als eigenständige, verantwortungsbewusste, aber auch kritische Menschen zu entlassen.

Individuelle Lernbegleitung in stabilen Lerngruppen

Ein wichtiger pädagogischer Schwerpunkt ist die individuelle Lernbegleitung in stabilen Lerngruppen.

Im Jahrgang 11 sind diese über den Klassenverband gegeben und in den Jahrgängen der Qualifikationsphase gelingt es uns weitgehend, durch die profilgebundenen Kurse eine gemeinsame Lernzeit der Tutorien auch in den Leistungs- und Grundkursen zu ermöglichen.

Unser Bestreben ist es, die Schüler*innen an ihrem jeweiligen Leistungsstand abzuholen. Wir dokumentieren ihre Entwicklung und führen die bereits in der Sekundarstufe I etablierten Lernentwicklungsgespräche weiter. Gemeinsam mit ihren Klassenlehrer*innen und Tutor*innen sensibilisieren wir unsere Schüler*innen für ihre Stärken und Schwächen und entwickeln individuelle Lernstrategien und Schwerpunkte. Hierbei ist uns der persönliche Kontakt und die individuelle Beratung wichtig.

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Fremdsprachen

Wir bieten in der gymnasialen Oberstufe neben Englisch auch Spanisch und Französisch als fortgeführte Fremdsprachen an. Spanisch kann in Jahrgang 11 aber auch neu begonnen werden.

Als Alternative zur Weiterführung einer zweiten Fremdsprache können die Schüler*innen in der Einführungsphase einen Wahlpflichtkurs belegen, in dem sie fächerverbindend und z.T.  projektorientiert arbeiten.

Medienkompetenz

Der vernünftige und angemessene Einsatz moderner Medien ist uns ebenfalls sehr wichtig. Die Schüler*innen sollen diese sinnvoll nutzen, aber auch kritisch hinterfragen. Wie auch in der Sekundarstufe I arbeiten wir ab Jahrgang 11 systematisch mit iPads in allen Lerngruppen. Dabei arbeiten wir mit einem schuleigenen Medienkonzept.

Die Einführungsphase

Da unsere Schule die einzige IGS im Landkreis mit einer eigenen Oberstufe ist, liegen die aktuellen Anmeldezahlen in Jahrgang 11 jedes Jahr bei etwa 180 Schülern . Davon sind etwa 60 Schüler*innen aus dem eigenen Haus. Die anderen Schüler*innen kommen größtenteils aus den umliegenden Integrierten Gesamtschulen. Das stellt uns in der Einführungsphase vor besondere Herausforderungen, denen wir uns aber gerne stellen.

Um diesen Neuanfang für alle möglichst erfolgreich zu bewältigen, führen wir zu Beginn des Schuljahres verschiedene Kennlernaktionen durch. Ziel dieser Aktionen ist es, das Verantwortungsbewusstsein der Schüler*innen für sich selbst und für andere zu stärken.

Die künftigen Klassenlehrer*innen 11 (Team 11) treffen sich vor den Ferien zu einer außerschulischen Tagung, um Konzepte zu erarbeiten und sich auf ihre neuen Klassen vorzubereiten.

Studien- und Berufsorientierung

Wir ermöglichen in der Einführungsphase vielfältige Angebote zur Studien- und Berufsorientierung, die sowohl unterrichtsbegleitend als auch extern stattfinden.

So gibt es…

  • …ein vierzehntägiges Praktikum
  • …die regelmäßige Berufsberatungsmöglichkeit durch die Fachberater*innen der Bundesagentur
  • für Arbeit in der Schule
  • …die Vortragsreihe “Campus und Karriere”

Campus und Karriere

Seit dem Schuljahr 2013/14 bieten wir dem 11. Jahrgang eine Vortragsreihe zur Studien- und Berufsorientierung an. Schülerinnen und Schülern des Abiturjahrganges ist es ebenfalls freigestellt, an einzelnen Vorträgen teilzunehmen. Expert*innen von außerhalb der Schule berichten aus verschiedenen Berufsfeldern über ihre Erfahrungen im Studium und im Berufsalltag. Auf diese Weise können die Schüler*innen frühzeitig ein realistisches Bild der für sie interessanten Studiengänge und Berufe bekommen und gezielter ihren individuellen Bildungsgang planen.

SN 19.Mai 2023

 

 

Die Profiloberstufe in 12 und 13

Zusätzlich zu ein bis zwei miteinander fest kombinierten fünfstündigen Fächern nehmen die Schüler*innen auch in ihren Profilgruppen am Seminarfach teil. Das Seminarfach wird ebenfalls von den Tutor*innen des Profils unterrichtet. Dadurch werden verbindliche soziale Strukturen in sieben bis zwölf Unterrichtsstunden pro Woche geschaffen. Über die Lehrerkooperation in unseren Profilteams, über die Profilstunden und das Profilpraktikum (s. u.), über die Vorbereitung, Durchführung und Auswertung der Profilfahrten entsteht für Schüler*innen ein “Rahmen”, in dem Schülerkooperation nicht nur eine bloße Absichtserklärung ist und die soziale Isolierung im Lernprozess vermieden wird. Wir gehen mit den Profilgruppen und dem kooperativen Lernen einen Schritt nach vorn, um an einer wichtigen Schlüsselqualifikation für die Zukunft, der Kooperationsfähigkeit, zu arbeiten.

Folgende Profile werden angeboten:

  • das naturwissenschaftliche Profil mit der Wahlmöglichkeit zwischen allen Fächern dieses Bereiches (Mathematik, Physik, Chemie und Biologie) auf erhöhtem Niveau,
  • das sprachliche Profil, das an die beiden Kurse Englisch und Deutsch auf erhöhtem Niveau gebunden ist,
  • das gesellschaftswissenschaftliche Profil mit Geschichte und Politik bzw. Geschichte und Erdkunde auf erhöhtem Niveau und
  • das künstlerische Profil mit Kunst in Kombination mit Deutsch auf erhöhtem Niveau.
  • Auf grundlegendem Niveau bieten wir neben Religion und Werte und Normen auch Kunst, Musik und Darstellendes Spiel an

 

Studien- und Berufsorientierung

  • Wir führen ein weiteres zweiwöchiges Profilpraktikum in Jahrgang 12 durch. Hier liegt der Schwerpunkt der Berufspraxis in weiter entfernten Betrieben und Universitäten.  So bietet sich die Möglichkeit, anwendungsbezogen Inhalten und Methoden des eigenen Profilschwerpunktes in der Arbeitswelt zu begegnen.
  • Die im Vorfeld des Praktikums getroffenen inhaltlichen Absprachen münden in die Facharbeit des Seminarfaches im Jahrgang 12.
  • Weiterhin gibt es die bedarfsorientierte Studien- und Berufsberatung durch die Tutor*innen oder die Fachberater*innen der Bundesagentur für Arbeit.
  • Hochschulinformationstage werden angeboten und den Schüler*innen erhalten die Möglichkeit an diesen teilzunehmen.
  • Das Modul Wege nach dem Abitur wird angeboten.

 

Profilpraktikum und Facharbeit

Organisatorisch und inhaltlich angebunden an das Seminarfach des Profils führen die Schüler*innen des 12. Jahrgangs im 2. Halbjahr das oben erwähnte zweiwöchige Profilpraktikum durch. Die Schüler*innen wählen im Vorfeld ein Thema, das sie während des Profilpraktikums bearbeiten. Sie können z. B. Untersuchungen durchführen oder Einblicke in die wissenschaftliche Arbeitsweise in Betrieben oder Universitäten gewinnen. Inhaltlich muss das Praktikum einen engen Bezug zum gewählten Profil besitzen. Im Anschluss an das Profilpraktikum schreiben die Schüler*innen eine Facharbeit, in der das im Profilpraktikum aufgegriffene Thema vertieft und ausgewertet wird.

Profilfahrt

In Jahrgang 12 oder 13 führen die Profilgruppen eine einwöchige Studienfahrt durch. Inhalte und Ziele dieser Fahrt legt die Gruppe gemeinsam fest. Auch die Vor- und Nachbereitung und die inhaltliche Einbindung erfolgt innerhalb der Profilgruppen. In Projekten werden die Unternehmungen vor Ort von den Schüler*innen organisiert und evaluiert.

In den vergangenen Jahren haben sich die Oberstufenkurse jeweils entschieden, eine Jahrgangsfahrt durchzuführen. Vor Ort werden dann sowohl profilbezogene wie auch profilübergreifende Angebote durchgeführt. Dadurch erleben sich die Schüler*innen sowohl als Teil ihres Tutoriums aber auch als Teil ihres Jahrgangs.

Ziele der letzten Jahrgangsfahrten waren Wien, Prag, Krakau, London, München und die Toskana. Wir legen Wert darauf, dass sich die Kosten in einem Rahmen bewegen, der von allen Schüler*innen eingehalten werden kann.

Weitere Aktivitäten

Unsere Schüler*innen fahren regelmäßig zu Theateraufführungen nach Hannover.

Als weitere außerschulische Lernorte besuchen wir z.B. die vor Ort liegende Ehemalige Synagoge oder den niedersächsischen Landtag.

Alle zwei Jahre findet ein USA – Austausch statt. Hier lernen die Schüler*innen Land und Leute kennen, erweitern ihre sprachliche und vor allen Dingen auch interkulturelle Kompetenz.

Des Weiteren gibt es eine Gedenkstättenfahrt nach Ausschwitz. Die Planungen dafür finden schon in der Einführungsphase statt. Hier werden die Schüler*innen mit unserer Vergangenheit aber auch der Gegenwart konfrontiert. Das hinterlässt bleibende Eindrücke.

Im Rahmen unserer lebendigen Schulgemeinschaft führen die Schüler*innen auch in der Qualifikationsphase Projekte und Aktionen unter dem Leitgedanken Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) durch, in denen sie Verantwortung für die Gemeinschaft übernehmen und sich gesellschaftlichen Problemen widmen. Beispiele für soziale Projekte innerhalb der Schulgemeinschaft sind u.a. Beiträge im Rahmen des Umweltprojektes „Plastiktütenfreie Schule“, eine Blutspendeaktion oder auch die jährliche Organisation des Briefmarathons von Amnesty International.